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Ratgeber 24.08.2026

Wie hoch darf die Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung sein?

Die Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung sollte im Alltag idealerweise zwischen etwa 40 und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit liegen. Für viele Wohnräume sind Werte um 40 bis 50 Prozent besonders angenehm. Steigt die Luftfeuchtigkeit jedoch dauerhaft über 60 Prozent, erhöht sich vor allem an kalten Wänden, Fenstern und Wärmebrücken das Risiko für Kondenswasser und Schimmel. Zu trockene Raumluft ist ebenfalls ungünstig: Unter etwa 30 bis 40 Prozent können beispielsweise Haut, Augen und Schleimhäute stärker austrocknen. Entscheidend ist deshalb nicht ein einzelner Messwert, sondern ob die Luftfeuchtigkeit über längere Zeit in einem geeigneten Bereich bleibt.

Gerade in modernen, gut gedämmten Wohnungen kann überschüssige Feuchtigkeit zum Problem werden. Duschen, Kochen, Wäsche, Pflanzen und selbst die Atmung der Bewohner geben kontinuierlich Wasserdampf an die Raumluft ab. Kann diese Feuchtigkeit aufgrund eines unzureichenden Luftaustauschs nicht entweichen, steigt die relative Luftfeuchtigkeit. Besonders problematisch wird dies an kühlen Oberflächen, an denen sich Feuchtigkeit als Kondenswasser niederschlagen kann.

Sie haben dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit, beschlagene Fenster oder bereits Feuchtigkeits- und Schimmelprobleme in Ihrer Wohnung? RKL Projekt unterstützt Sie bei der Beurteilung der Situation und bei der Suche nach einer geeigneten Lösung für ein gesundes Raumklima.

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Welche Luftfeuchtigkeit ist in der Wohnung optimal?

Als allgemeiner Orientierungsbereich gelten in Wohnräumen ungefähr 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Allerdings muss die Luftfeuchtigkeit immer zusammen mit der Raumtemperatur betrachtet werden. Warme Luft kann wesentlich mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Kühlt feuchte Luft an einer kalten Wand oder Fensterscheibe ab, kann deshalb Kondenswasser entstehen.

Außerdem unterscheiden sich die optimalen Werte je nach Nutzung eines Raumes. In Badezimmern und Küchen entsteht beispielsweise regelmäßig wesentlich mehr Wasserdampf als in einem Wohnzimmer.

Richtwerte für verschiedene Räume

Als praktische Orientierung können folgende Bereiche dienen:

  • Wohnzimmer und Arbeitszimmer: etwa 40–60 %
  • Schlafzimmer: etwa 40–60 %
  • Kinderzimmer: etwa 40–60 %
  • Küche: etwa 50–60 %
  • Badezimmer: etwa 50–70 %

Kurzzeitig höhere Werte im Badezimmer oder in der Küche sind nicht automatisch problematisch. Beim Duschen kann die Luftfeuchtigkeit beispielsweise deutlich ansteigen. Wichtig ist, dass die Feuchtigkeit anschließend durch ausreichende Lüftung beziehungsweise eine funktionierende Lüftungsanlage wieder abgeführt wird.

Ist 60 Prozent Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu hoch?

60 Prozent Luftfeuchtigkeit sind kurzfristig normalerweise noch kein Grund zur Sorge. Bleibt die Luftfeuchtigkeit jedoch dauerhaft bei oder über diesem Wert, sollte nach der Ursache gesucht werden.

Das eigentliche Problem entsteht häufig nicht mitten im Raum, sondern an kalten Bauteiloberflächen. Dort kann die Temperatur wesentlich niedriger sein als die gemessene Raumtemperatur. Dadurch steigt lokal die relative Feuchtigkeit und es können günstige Bedingungen für Schimmel entstehen.

Dauerhaft erhöhte Feuchtigkeit sollte deshalb nicht ignoriert werden. Bei Werten von über 60 Prozent über längere Zeit steigt das Schimmelrisiko; bei noch höheren Werten verschärft sich die Situation zusätzlich.

Ist 70 Prozent Luftfeuchtigkeit zu viel?

Eine dauerhaft gemessene Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent ist in normalen Wohnräumen deutlich zu hoch.

Ein kurzfristiger Wert von 70 Prozent direkt nach dem Duschen oder Kochen kann dagegen vorkommen. Problematisch wird es, wenn die Feuchtigkeit auch Stunden später nicht deutlich zurückgeht oder sich solche Werte über längere Zeit halten.

Typische Warnsignale sind:

  • regelmäßig beschlagene Fenster,
  • Wassertropfen an Fensterscheiben und Rahmen,
  • feuchte Wände oder Ecken,
  • muffiger Geruch,
  • dunkle Flecken an Außenwänden,
  • Schimmel hinter Möbeln,
  • Schimmel an Fensterlaibungen.

Solche Anzeichen sollten nicht lediglich oberflächlich beseitigt werden. Es muss geklärt werden, warum die Feuchtigkeit nicht ausreichend aus der Wohnung abgeführt wird.

Warum steigt die Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung?

Feuchtigkeit entsteht in jeder bewohnten Wohnung. Das ist zunächst völlig normal.

Problematisch wird sie erst dann, wenn über einen längeren Zeitraum mehr Wasserdampf produziert wird, als durch Lüftung oder eine Lüftungsanlage abgeführt werden kann.

Duschen und Baden

Das Badezimmer gehört zu den größten Feuchtigkeitsquellen einer Wohnung. Warmes Wasser erzeugt große Mengen Wasserdampf, weshalb die Luftfeuchtigkeit während einer Dusche vorübergehend stark steigen kann.

Nach dem Duschen sollte die Feuchtigkeit deshalb möglichst schnell abgeführt werden.

Kochen

Auch beim Kochen gelangt Wasserdampf in die Raumluft. Besonders beim Kochen von Wasser, Nudeln, Kartoffeln oder Suppen können erhebliche Mengen Feuchtigkeit entstehen.

Eine funktionierende Abluft und richtiges Lüften helfen dabei, diese Feuchtigkeit nicht in der gesamten Wohnung zu verteilen.

Wäsche in der Wohnung trocknen

Beim Trocknen verdunstet das in der Kleidung gespeicherte Wasser direkt in die Raumluft. Gerade in kleinen, gut abgedichteten Wohnungen kann dadurch die Luftfeuchtigkeit erheblich steigen.

Atmung und Aufenthalt von Personen

Auch Menschen selbst produzieren Feuchtigkeit. Durch Atmung und Schwitzen gelangt kontinuierlich Wasserdampf in die Raumluft.

Deshalb steigt die Luftfeuchtigkeit beispielsweise in einem geschlossenen Schlafzimmer häufig während der Nacht an.

Warum ist die Luftfeuchtigkeit im Winter besonders kritisch?

Im Winter treffen warme und feuchte Innenraumluft und sehr kalte Außenbauteile aufeinander.

Fenster, Außenwände, Gebäudeecken oder schlecht gedämmte Bereiche können deutlich kälter als die Raumluft sein. Kühlt die Luft an diesen Oberflächen ausreichend stark ab, wird der sogenannte Taupunkt erreicht und Wasserdampf kondensiert.

Deshalb können Fenster im Winter beschlagen, obwohl sich die gemessene Luftfeuchtigkeit im Raum zunächst gar nicht außergewöhnlich hoch anfühlt.

In kalten Jahreszeiten können daher niedrigere Zielwerte sinnvoll sein. Als Orientierung werden für kalte Klimabedingungen im Winter häufig ungefähr 30 bis 45 Prozent relative Luftfeuchtigkeit genannt, während im Sommer höhere Werte tolerierbar sind.

Welche Folgen hat dauerhaft zu hohe Luftfeuchtigkeit?

Eine dauerhaft feuchte Wohnung betrifft nicht nur den Wohnkomfort.

Schimmelbildung

Eine der wichtigsten Folgen ist Schimmel. Besonders gefährdet sind kalte Außenwände, Raumecken, Fensterbereiche sowie Stellen hinter großen Möbelstücken, an denen die Luft kaum zirkuliert.

Schimmel sollte nicht nur entfernt werden. Gleichzeitig muss die Feuchtigkeitsursache gefunden werden, damit er nicht erneut entsteht.

Kondenswasser an Fenstern

Regelmäßig beschlagene Fenster sind ein deutlich sichtbares Zeichen dafür, dass Feuchtigkeit an einer kalten Oberfläche kondensiert.

Ein wenig Kondensation bei sehr niedrigen Außentemperaturen kann vorkommen. Große Wassermengen, dauerhaft nasse Fensterrahmen oder Wasser auf der Fensterbank sollten dagegen untersucht werden.

Schäden an Wohnung und Bausubstanz

Langfristig kann hohe Luftfeuchtigkeit Materialien beeinträchtigen. Holz kann aufquellen, Farbe und Tapeten können sich lösen und Metallteile können korrodieren.

Kann die Luftfeuchtigkeit auch zu niedrig sein?

Ja. Nicht nur feuchte, sondern auch zu trockene Raumluft kann unangenehm sein.

Insbesondere während der Heizperiode können Werte deutlich unter 40 Prozent auftreten. Sehr trockene Luft kann unter anderem trockene Haut sowie gereizte Augen, Nase und Schleimhäute begünstigen.

Deshalb sollte das Ziel nicht sein, die Wohnung möglichst trocken zu halten. Vielmehr geht es um ein ausgeglichenes Raumklima.

Wie misst man die Luftfeuchtigkeit richtig?

Am einfachsten lässt sich die relative Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer kontrollieren.

Dabei sollte das Gerät nicht direkt am geöffneten Fenster, unmittelbar über einem Heizkörper oder direkt neben einer Feuchtigkeitsquelle stehen. Solche Positionen können die Messwerte verfälschen.

Nicht nur einmal messen

Ein einzelner Wert liefert nur eine Momentaufnahme.

Sinnvoller ist es, die Luftfeuchtigkeit über mehrere Tage zu beobachten, beispielsweise morgens, nachmittags und abends.

Besonders interessant sind die Werte:

  • morgens im Schlafzimmer,
  • vor und nach dem Duschen,
  • beim beziehungsweise nach dem Kochen,
  • nach dem Lüften,
  • während kalter Außentemperaturen.

Dadurch lässt sich erkennen, ob es sich lediglich um kurzfristige Spitzen oder um ein dauerhaftes Feuchtigkeitsproblem handelt.

Wie lässt sich zu hohe Luftfeuchtigkeit senken?

Wenn die Luftfeuchtigkeit regelmäßig zu hoch ist, sollte zunächst festgestellt werden, wodurch sie entsteht.

Richtig und regelmäßig lüften

Mehrmals täglich vollständig geöffnete Fenster ermöglichen einen wesentlich schnelleren Luftaustausch als dauerhaft gekippte Fenster.

Besonders nach dem Duschen, Kochen und anderen Tätigkeiten mit hoher Feuchtigkeitsproduktion ist ein schneller Luftaustausch wichtig.

Ausreichend heizen

Sehr kalte Räume erhöhen das Risiko, dass Feuchtigkeit an kalten Wänden kondensiert.

Deshalb sollte eine Wohnung im Winter nicht nur gelüftet, sondern gleichzeitig angemessen beheizt werden.

Lüftungsanlage kontrollieren

Wenn trotz richtigen Lüftens dauerhaft hohe Werte auftreten, kann eine mangelhafte oder nicht ausreichend funktionierende Lüftung eine mögliche Ursache sein.

Eine kontrollierte Lüftung kann einen kontinuierlichen Luftaustausch ermöglichen und dadurch helfen, überschüssige Feuchtigkeit abzuführen. Moderne dezentrale Systeme können diesen Luftaustausch automatisiert übernehmen.

Feuchtigkeitsquellen reduzieren

Zusätzlich helfen einfache Maßnahmen: Beim Kochen Deckel verwenden, vorhandene Abluft nutzen, nasse Oberflächen nach dem Duschen trocknen und möglichst vermeiden, große Mengen Wäsche in schlecht belüfteten Wohnräumen zu trocknen.

Wann sollte ein Fachmann hinzugezogen werden?

Professionelle Unterstützung ist sinnvoll, wenn die Luftfeuchtigkeit trotz regelmäßigem Lüften und ausreichendem Heizen dauerhaft zu hoch bleibt.

Das gilt besonders, wenn bereits:

  • Schimmel entstanden ist,
  • Außenwände feucht werden,
  • Fenster dauerhaft stark beschlagen,
  • ein muffiger Geruch vorhanden ist,
  • Feuchtigkeit immer an derselben Stelle auftritt,
  • oder sich das Problem nach dem Lüften schnell wiederholt.

Dann können neben dem Nutzerverhalten auch unzureichende Lüftung, Wärmebrücken, schlechte Dämmung, Undichtigkeiten oder andere bauliche Ursachen eine Rolle spielen.

Fazit: Wie hoch darf die Luftfeuchtigkeit in einer Wohnung sein?

In den meisten Wohnräumen ist eine relative Luftfeuchtigkeit von ungefähr 40 bis 60 Prozent ein guter Orientierungsbereich. Werte oberhalb von 60 Prozent sollten insbesondere dann beobachtet werden, wenn sie dauerhaft auftreten. Rund 70 Prozent und mehr sind in normalen Wohnräumen langfristig deutlich zu hoch und erhöhen das Risiko von Kondensation und Schimmel.

Gleichzeitig sollte die Wohnung nicht unnötig ausgetrocknet werden. Entscheidend ist ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Lüftung und Zustand des Gebäudes.

Wenn Ihre Wohnung trotz Lüften dauerhaft zu feucht bleibt, Fenster regelmäßig beschlagen oder bereits Schimmel entstanden ist, sollte die Ursache fachgerecht beurteilt werden. RKL Projekt unterstützt Sie dabei, Feuchtigkeits- und Lüftungsprobleme zu erkennen und eine passende Lösung für ein dauerhaft gesundes Raumklima zu finden.

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