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Ratgeber 20.10.2026

Innenluftqualität messen: Werte, Geräte und richtige Auswertung

Luftqualitätsmonitor auf der Fensterbank

Wer die Innenluftqualität messen möchte, braucht kein Labor, um anzufangen. Ein Hygrometer und ein CO₂-Messgerät zeigen bereits, ob in Ihrer Wohnung zu wenig Luft ausgetauscht wird und ob die relative Luftfeuchtigkeit Schimmel begünstigt. Aussagekräftig werden die Zahlen aber erst, wenn das Gerät richtig steht, über mindestens 24 bis 48 Stunden misst und Sie die Werte mit dem vergleichen, was in der Wohnung gerade passiert: Kochen, Duschen, Schlafen, Lüften. Dieser Ratgeber erklärt, welche Messgrößen wirklich zählen, welche Richtwerte in Deutschland zur Orientierung dienen, welche Geräte sich für zu Hause eignen, was eine professionelle Raumluftanalyse kostet und wie Sie aus den Messwerten eine dauerhafte Lösung ableiten.

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TL;DR

  • CO₂ und relative Luftfeuchtigkeit sind die beiden Werte, mit denen Sie zu Hause am meisten anfangen können. Unter 800 ppm CO₂ gilt als gut, ab 1.000 ppm sollte gelüftet werden, die Luftfeuchtigkeit liegt idealerweise zwischen 40 und 60 %.
  • Für Wohnräume gibt es in Deutschland keine rechtlich bindenden Grenzwerte, sondern Richtwerte des Umweltbundesamtes zur Orientierung.
  • Haushaltsübliche Messgeräte sind Screening-Instrumente: Sie zeigen Schwankungen und Muster, decken aber keine Baumängel wie Wärmebrücken auf.
  • Richtig messen heißt: Raummitte, Augenhöhe, mindestens 50 cm Abstand zu Wänden und Heizkörpern, 24 bis 48 Stunden Messdauer und ein Protokoll der Aktivitäten.
  • Die Messung ist nur der erste Schritt. Dauerhaft hohe CO₂- oder Feuchtewerte lösen Sie nicht mit einem besseren Messgerät, sondern mit einem passenden Lüftungskonzept.

Inhaltsverzeichnis

Welche Werte die Raumluft beschreiben

Innenluftqualität ist kein einzelner Messwert, sondern das Zusammenspiel mehrerer Größen. Manche davon können Sie mit einfachen Geräten selbst erfassen, andere nur über Laborproben oder einen Sachverständigen. Eine typische Raumluftanalyse prüft flüchtige organische Stoffe, Formaldehyd, Schimmelsporen, Feinstaub, CO₂ und auf Wunsch Radon. Für den Alltag in einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus sind aber vor allem die ersten beiden Zeilen der folgenden Übersicht entscheidend.

Messgröße Was sie aussagt Womit Sie messen Aussagekraft zu Hause
CO₂ (Kohlendioxid) Wie viel verbrauchte Atemluft sich im Raum sammelt, also wie gut der Luftaustausch ist CO₂-Messgerät mit NDIR-Sensor, CO₂-Ampel, Kombigerät Hoch, sehr guter Indikator für das Lüftungsverhalten
Relative Luftfeuchtigkeit Wie viel Wasserdampf die Luft enthält, gemessen am Maximum bei der aktuellen Temperatur Hygrometer, Kombigerät Hoch, zentral für das Schimmelrisiko
Temperatur Grundlage für die Bewertung der Feuchte und der Behaglichkeit Thermometer, Kombigerät Hoch, immer mit der Feuchte zusammen lesen
VOC (flüchtige organische Verbindungen) Ausdünstungen aus Möbeln, Farben, Reinigungsmitteln, Kosmetik Kombigerät (Summenwert), Labor-Set für Einzelstoffe Mittel, Geräte zeigen nur Trends, keine Einzelstoffe
Feinstaub (PM2.5, PM10) Partikel aus Außenluft, Kochen, Kerzen, Holzöfen Optischer Partikelsensor im Kombigerät Mittel, stark von Aktivitäten abhängig
Formaldehyd Ausgasung aus Holzwerkstoffen und Klebern Labor-Set oder Sachverständiger Gering mit einfachen Sensoren
Radon Natürliches radioaktives Gas aus dem Untergrund, vor allem in Keller und Erdgeschoss Langzeit-Radondetektor, einzelne Kombigeräte Nur mit geeigneten Detektoren über längere Zeit
Schimmelsporen Sporenbelastung der Raumluft Luftkeimsammlung oder Klebefilmprobe, Laborauswertung Nur über Labor und Fachleute

Beim Feinstaub lohnt sich ein Blick auf die Herkunft: Nach einer Stellungnahme der Innenraumlufthygiene-Kommission gehen in ungenutzten Räumen im Allgemeinen gut 50 % der Staubkonzentration auf den Austausch mit der Außenluft zurück. In bewohnten Räumen kommen die eigenen Quellen hinzu, weshalb ein Feinstaubwert ohne Kontext wenig aussagt. Grenzwerte für die Außenluft lassen sich nicht einfach auf Innenräume übertragen.

CO₂ in der Wohnung: Richtwerte richtig einordnen

Kohlendioxid ist selbst bei üblichen Innenraumkonzentrationen kein Schadstoff im engeren Sinne, aber ein sehr zuverlässiger Zeiger: Jeder Mensch atmet CO₂ aus, und wenn der Wert steigt, steigen meist auch Feuchte, Gerüche und andere Stoffe aus der Nutzung. Gesundheitsbehörden verwenden CO₂ deshalb als Screening-Werkzeug, um zu prüfen, ob ausreichend frische Außenluft in den Raum gelangt.

Für Wohnräume gibt es in Deutschland keine rechtlich bindenden Grenzwerte; die Richtwerte des Umweltbundesamtes dienen als Orientierung. In der Praxis hat sich diese Einordnung bewährt:

  • unter 800 ppm: gute Raumluft, der Luftaustausch funktioniert
  • 800 bis 1.000 ppm: spürbar verbrauchte Luft, Lüften bald einplanen
  • ab 1.000 ppm: Schwelle, ab der Lüften dringend empfohlen wird

Typisch ist ein Verlauf, den viele Eigentümer erst durch die Messung bemerken: Im Wohnzimmer bleiben die Werte tagsüber unauffällig, im geschlossenen Schlafzimmer steigen sie dagegen nachts mit zwei Personen innerhalb weniger Stunden deutlich über 1.000 ppm. Morgens folgen Kopfdruck, trockene Schleimhäute und beschlagene Fenster. Was das langfristig bedeutet, haben wir im Beitrag zu den Auswirkungen von zu viel CO₂ in Wohnräumen ausführlich beschrieben.

Wichtig für die Auswahl des Geräts: Verlässliche CO₂-Werte liefern Geräte mit einem echten CO₂-Sensor (meist NDIR, also nichtdispersiver Infrarotsensor). Einfache Geräte, die CO₂ nur aus einem VOC-Wert errechnen, zeigen oft eine „geschätzte“ Konzentration, die mit dem tatsächlichen Luftaustausch wenig zu tun hat.

CO₂ in der Wohnung: Richtwerte richtig einordnen — overview diagram

Luftfeuchtigkeit messen und das Schimmelrisiko einschätzen

Die relative Luftfeuchtigkeit ist der Wert, an dem sich entscheidet, ob sich an kalten Bauteilen Tauwasser bildet. Zur Schimmelvermeidung wird ein Bereich von 40 bis 60 % empfohlen; Werte unter 20 % reizen die Schleimhäute, Werte dauerhaft über 60 % erhöhen die Schimmelgefahr.

Luftfeuchtigkeitsbereiche und ihre möglichen Folgen

Dabei ist der Wert in der Raummitte nur die halbe Wahrheit. Trifft warme, feuchte Raumluft auf eine kalte Außenwandecke, hinter einem Schrank oder an einer Fensterlaibung, kühlt sie dort ab, und die relative Feuchte an der Oberfläche steigt deutlich über den Wert, den das Hygrometer im Raum anzeigt. Deshalb kann sich in einer Wohnung mit gemessenen 58 % trotzdem Schimmel an einer Wärmebrücke bilden. Besonders betroffen sind Schlafzimmer und Bäder; warum das so ist, erklären wir im Beitrag warum sich Feuchtigkeit besonders in Schlafzimmern und Badezimmern sammelt.

Wenn Sie bereits dunkle Flecken, einen muffigen Geruch oder abblätternde Tapete bemerken, ergänzt die Messung immer eine genaue Sichtprüfung. Eine gute Hilfe, um Befall richtig einzuordnen, ist diese Übersicht, wie man Pilzbefall und Schwamm im Haus erkennt. Riecht es dauerhaft muffig, ohne dass etwas sichtbar ist, hilft unser Ratgeber zum muffigen Geruch in der Wohnung bei der Ursachensuche. Und wer betroffene Stellen einfach überstreichen möchte, sollte vorher lesen, warum Feuchtigkeit und Schimmel nicht überstrichen werden sollten. Bei größerem oder wiederkehrendem Befall, insbesondere wenn Kinder, ältere Menschen oder Personen mit Atemwegserkrankungen im Haushalt leben, gehört die Bewertung in die Hände eines Sachverständigen für Schimmel oder eines Baubiologen, und gesundheitliche Beschwerden sollten Sie ärztlich abklären lassen.

Welche Messgeräte sich für zu Hause eignen

Die Auswahl reicht vom einfachen Hygrometer bis zum vernetzten Kombigerät. Entscheidend ist, welche Frage Sie beantworten wollen.

  1. Digitales Hygrometer: misst Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit. Für die Frage „Habe ich ein Feuchteproblem?“ reicht es oft aus, idealerweise mit Speicher für Minimal- und Maximalwerte.
  2. CO₂-Messgerät oder CO₂-Ampel: zeigt, wann gelüftet werden muss. Sinnvoll für Schlafzimmer, Kinderzimmer und Homeoffice. Achten Sie auf einen NDIR-Sensor und eine Datenaufzeichnung.
  3. Kombigerät mit mehreren Sensoren: erfasst zusätzlich Feinstaub, VOC-Summenwert und teils Radon. Ein Beispiel ist der Airthings View Plus, der nach Angaben von testbericht.de über sieben Sensoren für Feinstaub, Radon, VOCs, CO₂, Temperatur, Luftdruck und Feuchtigkeit verfügt; Geräte dieser Klasse liegen dort im Bereich von knapp 300 Euro.
  4. Labor-Set zum Selbstsammeln: für konkrete Stoffgruppen wie VOC, Formaldehyd oder Schimmelsporen. Sie nehmen die Probe nach Anleitung selbst und schicken sie ein.

Bei allen Geräten gilt eine Einschränkung, die das Umweltbundesamt in einer Untersuchung zu Sensoren zur Messung von Luftschadstoffen deutlich macht: Kostengünstige Sensoren eignen sich als ergänzende Messungen und zur Beobachtung von Quellen, ersetzen aber keine Referenzmessung. Für Sie bedeutet das: Ein Haushaltsgerät zeigt zuverlässig, wann und wo sich die Luft verschlechtert. Ob eine Wand durchfeuchtet ist oder eine Wärmebrücke vorliegt, kann es konstruktionsbedingt nicht feststellen. Auch Labor-Sets liefern nur punktuelle Daten für die getesteten Stoffgruppen und keine Diagnose der Bausubstanz.

So messen Sie richtig: Schritt für Schritt

Die meisten Fehlmessungen entstehen nicht durch schlechte Geräte, sondern durch den falschen Standort und zu kurze Messzeiten. Mit diesem Ablauf erhalten Sie Werte, mit denen sich arbeiten lässt.

  1. Standort wählen: Stellen Sie das Gerät in Augenhöhe in die Raummitte, mindestens 50 cm entfernt von Wänden, Heizkörpern und Lüftungsquellen. Ein Gerät direkt am Fenster oder an einer kalten Außenwand liefert physikalisch bedingt verfälschte Werte, die deutlich von der eigentlichen Raumluft abweichen.
  2. Lange genug messen: Eine Momentaufnahme ist fast wertlos. Messen Sie mindestens 24 bis 48 Stunden, besser eine ganze Woche mit Werktagen und Wochenende.
  3. Aktivitäten protokollieren: Notieren Sie Kochen, Duschen, Wäschetrocknen, Staubsaugen, Kerzen und jedes Lüften mit Uhrzeit. Ohne Protokoll werden Feinstaub- und VOC-Spitzen leicht über- oder unterschätzt.
  4. Außenwerte mitführen: Erfassen Sie Temperatur und Feuchte der Außenluft, etwa mit einem zweiten Sensor auf dem Balkon oder über einen Wetterdienst. Ohne den Vergleich zwischen Innen- und Außenklima lassen sich falsches Lüftungsverhalten und bauliche Ursachen nicht sicher unterscheiden.
  5. Räume vergleichen: Messen Sie nacheinander Schlafzimmer, Bad, Wohnbereich und gegebenenfalls Keller. Auffällige Räume zeigen sich meist schnell.
  6. Muster auswerten: Fällt der CO₂-Wert nach dem Stoßlüften rasch und steigt dann binnen einer Stunde wieder über 1.000 ppm, ist der Luftaustausch für die Nutzung zu gering. Bleibt die Feuchte trotz regelmäßigen Lüftens tagelang über 60 %, liegt das Problem tiefer als im Lüftungsverhalten.

Gerade nach einer energetischen Sanierung lohnt sich diese Auswertung: Neue, dichte Fenster oder eine gedämmte Fassade verringern den unkontrollierten Luftaustausch, und ohne angepasstes Lüftungskonzept kann sich ein Feuchteproblem sogar verschärfen. Was dabei im Detail passiert, beschreibt unser Beitrag was passiert, wenn eine Wohnung nicht ausreichend gelüftet wird.

Raumluftanalyse vom Fachmann: wann sie sinnvoll ist und was sie kostet

Eine professionelle Untersuchung lohnt sich, wenn Beschwerden ohne erkennbare Ursache auftreten, nach einem Wasserschaden, bei Schimmelverdacht ohne sichtbaren Befall, vor dem Kauf einer Bestandsimmobilie oder wenn Sie als Vermieter eine belastbare Dokumentation brauchen. Die Kosten unterscheiden sich stark je nach Methode und Umfang:

Leistung Typische Kosten Was Sie erhalten
Labor-Set zum Selbstsammeln ca. 60 bis 400 € je Stoffgruppe oder Raum Laborwerte für die gewählten Stoffe, keine Ursachenanalyse
Einzelne Laborprobe (z. B. Luftkeimsammlung, Klebefilmprobe) ca. 80 bis 200 € zzgl. Anfahrt und Stundensatz Nachweis von Schimmelsporen an einer Stelle
Sachverständigengutachten mit Begehung ca. 300 bis 1.500 € Vor-Ort-Begehung, Ursachenanalyse, schriftliches Gutachten

Die Spannen stammen aus einer Übersicht zu Kosten und Ablauf einer Raumluftanalyse, Stand 2026; regionale Unterschiede sind deutlich. Zur Einordnung: Ein Ingenieurbüro für Baubiologie nennt für eine Ursachenanalyse bei sichtbarem Befall einen Festpreis von 595 €. Der Vorteil eines Gutachters liegt weniger in der Luftmessung selbst als in der Kombination aus Begehung, zerstörungsfreier Feuchtemessung in der Bausubstanz und Suche nach Wärmebrücken, was ein Raumluftsensor nicht leisten kann.

Vom Messwert zur dauerhaften Lösung

Messen beantwortet die Frage, ob ein Problem besteht. Es beantwortet nicht, wie es verschwindet. Viele Eigentümer investieren in immer genauere Messgeräte, während die eigentliche Ursache eine unzureichende Belüftung oder eine bauliche Schwachstelle ist. Eine Analyse ohne anschließenden Lüftungs- oder Sanierungsplan bleibt eine Momentaufnahme.

Zeigen Ihre Messungen ein klares Muster, etwa nächtliche CO₂-Werte über 1.000 ppm im Schlafzimmer oder eine Luftfeuchtigkeit, die trotz Stoßlüftens dauerhaft über 60 % liegt, dann ist regelmäßiges Fensterlüften für Ihre Nutzung nicht ausreichend. Kontrollierter Luftaustausch über eine Lüftungsanlage gleicht das aus, ohne dass Sie nachts den Wecker zum Lüften stellen müssen. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt unser Beitrag, ob eine Lüftungsanlage Feuchtigkeit im Haus reduzieren kann.

Ihre Messwerte zeigen Handlungsbedarf? Die RKL Projekt GmbH plant und installiert im Großraum München automatisierte, dezentrale Lüftungsanlagen, die Luftqualität und Feuchtigkeit raumweise regeln und bis zu 93 % der Wärme zurückgewinnen, auch im Altbau und als Nachrüstung. Bringen Sie Ihre Messprotokolle einfach zur Beratung und Planung Ihrer Lüftungsanlage mit, dann leiten wir daraus gemeinsam ab, welche Räume welche Lösung brauchen. Einen Überblick über die Möglichkeiten finden Sie auch auf unserer Seite, wie eine dezentrale Lüftungsanlage die Luftqualität verbessert.

Unsere Sicht aus der Praxis

Wir sehen bei Kunden im Raum München regelmäßig dasselbe Bild: Die Messgeräte sind bereits vorhanden, die Werte sind bekannt, und trotzdem kommt der Schimmel in der Schlafzimmerecke jeden Winter wieder. Das liegt selten an fehlender Disziplin beim Lüften. In einer bewohnten Wohnung entstehen über Atmung, Duschen, Kochen und Pflanzen täglich mehrere Liter Wasserdampf, und wer berufstätig ist, kann tagsüber schlicht nicht alle zwei Stunden die Fenster öffnen. Mehr dazu, wie Feuchtigkeit in einer Wohnung entsteht, haben wir gesondert zusammengefasst.

Unsere Empfehlung ist deshalb einfach: Messen Sie eine Woche lang sauber, mit Protokoll und an den richtigen Stellen. Diese Daten sind für uns bei der Planung wertvoller als jedes Datenblatt, weil sie zeigen, in welchen Räumen und zu welchen Zeiten die Luft kippt. Daraus lässt sich ableiten, ob einzelne dezentrale Geräte in Schlafzimmer und Bad genügen oder ob ein umfassenderes Konzept sinnvoll ist. Wir sind auf Lüftung und Klima spezialisiert, planen mit klaren Zeitplänen und begleiten unsere Kunden auch nach der Montage mit Wartung, damit die Anlage dauerhaft das hält, was die Messwerte versprechen.

— Voldemaras

Häufige Fragen zur Messung der Raumluft

Wie merkt man schlechte Luftqualität in der Wohnung?

Typische Anzeichen sind Müdigkeit und Konzentrationsprobleme, Kopfdruck am Morgen, ein muffiger Geruch beim Betreten der Wohnung und beschlagene Fensterscheiben. Diese Signale sind unspezifisch, deshalb schafft eine Messung von CO₂ und relativer Luftfeuchtigkeit Klarheit. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie zusätzlich ärztlichen Rat einholen.

Wie viel kostet eine Raumluftanalyse?

Labor-Sets zum Selbstsammeln kosten etwa 60 bis 400 € je Stoffgruppe oder Raum. Eine Untersuchung durch einen Sachverständigen mit Begehung und schriftlichem Gutachten liegt typischerweise zwischen 300 und 1.500 €. Der Preis hängt von der Zahl der Proben, der Anfahrt und dem Umfang des Gutachtens ab.

Welche CO₂-Werte sind in der Wohnung noch in Ordnung?

Unter 800 ppm gilt die Raumluft als gut. Ab 1.000 ppm sollte gelüftet werden, weil der Luftaustausch dann für die Nutzung nicht mehr ausreicht. Rechtlich bindende Grenzwerte für Wohnräume gibt es in Deutschland nicht, die Richtwerte des Umweltbundesamtes dienen als Orientierung.

Wie kann ich die Feinstaubbelastung in meiner Wohnung messen?

Feinstaub erfassen Sie mit einem optischen Partikelsensor, wie er in vielen Kombigeräten verbaut ist. Messen Sie über mehrere Tage und notieren Sie Kochen, Kerzen und Staubsaugen, denn diese Aktivitäten erzeugen kurze, hohe Spitzen. Für eine genaue Bewertung einzelner Schadstoffe braucht es Laborproben oder einen Sachverständigen.

Quellen

Empfehlungen